29. Oktober 2022: Die nördliche Gemeindegrenze

Zur Wanderung entlang unserer nördlichen Gemeindegrenze traf sich ein fröhliches Häufchen von heimatkundlich interessierten Surbergern. Das Verschieben des Termins hatte sich gelohnt, denn das schöne Herbstwetter an diesem letzten Oktobersamstag war für diesen Zweck ideal. Georg Wimmer hatte mit Manfred Göschl vorab den Grenzverlauf erkundet und die Exkursion vorbereitet. Schön gemütlich ging es von Trenkmoos zuerst über einige Wiesengräben, die Manfred Göschl mit ein paar Querungshilfen versehen hatte. Die Wanderer fanden auch eine Stelle, an der sich der Großhaufertsgraben überqueren ließ. Dort am Rand der früheren Bundeswehr-Schießanlage, trifft die frühere Grenze zwischen der Stadt Traunstein und der alten Gemeinde Kammer auf die Surberger Grenze.

 Weiter ging es den Waldrand entlang, bis einige hundert Meter südlich die Gemeindegrenze rechtwinklig in den dichten Wald und durch das Ochsenmoos führt. Diese wohl mit dem Lineal gezogene Linie ist nicht begehbar, weshalb man etwas abseits davon zuerst auf der Wiese, dem sogenannten „Einfang“ blieb, und dann auf guten Forststraßen immer in Grenznähe durch die Abteilungen Rotlach und Steinigsgassl bis Weizenhacken im Eschenforst weiter ging. Über eine ziemlich holprige Rückegasse gelangte die Gruppe dann über den Grenzbach, der hier noch Selbertinger Moosgraben heißt und der dann zum Rettenbach wird, wieder auf eine befestigte Straße. Kurz nach Langmoos verlässt man auch die Nachbargemeinde Stadt Traunstein, bzw. Altgemeine Kammer und trifft nun auf die Gemeinde Wonneberg. Die Grenze verläuft hier zunächst am Moosbach, dann nach Osten immer am Waldrand entlang, bis man zwischen Selberting und Fritzenweng ein kleines Waldstück erreicht. Von hier aus markiert ein schmales Bächlein in einem Geländeeinschnitt in südlicher Richtung die Grenze. Diesem Graben folgend, war schließlich auch das Ziel an der Straße zwischen Selberting und Voitswinkl erreicht.

Trotz der bereits respektablen Strecke – der älteste Teilnehmer war immerhin schon ein fitter 80er und die jüngsten zwischen sechs und zehn Jahre alt –  marschierte die Gruppe noch ein Stück in Richtung Haunertinger Moos, wo an einer liebevoll gestalteten Gedenkstätte diese harmonische Wanderung ihren Ausklang fand. GW

Fotos unter Berichte 2022 

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