Einladung zur Mitgliederversammlung

Zur Mitgliederversammlung des Heimatkundlichen Vereins Surberg laden wir alle Mitglieder, Freunde und Interessenten herzlich ein. Sie findet statt im Pfarrheim Surberg, am
Freitag, den 13. März 2020 um 19.30 Uhr

Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Bericht des Vorsitzenden
  3. Bericht des Schriftführers
  4. Bericht der Schatzmeisterin
  5. Bericht der Kassenprüfer und Entlastung der Vorstandschaft
  6. Sonstiges, Wünsche und Anträge
  7. Vortrag zur Hofgeschichte von Meinrad Schroll

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme.

Vortrag von Meinrad Schroll über die
laufende Erforschung der Hofgeschichte.

Die Forschung in den verschiedenen Archiven ist für die Altgemeinde Surberg weitgehend abgeschlossen, momentan läuft jene für die Altgemeinde Kapell. Herr Schroll berichtet anhand von einigen Beispielen, was er bisher gefunden hat. Er wird auch darlegen, warum die Erforschung der Siedlungsgeschichte überhaupt Sinn macht und so wichtig ist.

Meinrad Schroll wird beispielsweise erklären, wie die verschiedenen Begriffe in den Aufzeichnungen zu verstehen sind, wie die Verhältnisse zu den Grundherren waren, welche Lehensformen es gab, wie sich die Steuern und Abgaben unterschieden haben. Er wird auch auf viele Fragen eingehen: wie sind die Grundherrschaften überhaupt entstanden, wer waren diese Herren und wie sind die Bauern Eigentümer des Hofes geworden. Von den Zuhörern erwartet Schroll viele Fragen, die er gerne beantworten wird.

Fragebogen-Aktion

Zur Komplettierung der Geschichte eines Hofes dienen die Ergebnisse der ausgegebenen Fragebögen. Diese Angaben der jetzigen Eigentümer werden unbedingt benötigt - ohne diese neueren Daten kann die Geschichte eines Hofes nicht aktualisiert werden und endet somit mit den Einträgen im Heimatbuch von 1990. Diese Fragebögen können immer noch abgegeben werden, auch können jederzeit Änderungen zur fortlaufenden Aktualisierung nachgereicht werden.

Um einen lückenlosen Überblick über die Siedlungsgeschichte in der Gemeinde Surberg zu erhalten, werden auch alle jüngeren Höfe erfasst, die im Heimatbuch nicht berücksichtigt werden konnten. Auch die Sachl und alle Wohnhäuser werden erfasst, weshalb der Verein auf die die Beteiligung aller Hauseigentümer angewiesen ist. Wer keinen Fragebogen mehr hat, kann diesen jederzeit von der Vorstandschaft erhalten, oder von der Internetseite des Vereins herunterladen.

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Vorläufiges Jahresprogramm 2020
(Änderungen vorbehalten, weitere Termine werden noch ergänzt)

13. März 2020 Mitgliederversammlung,  anschließend Vortrag von Meinrad Schroll über die Hofgeschichte
15. Mai 2020 Vortrag, Thema noch nicht sicher
13. Juni 2020 Orgelführung in Ettendorf mit Manfred Müller (Orgel von 1669)
15. August 2020 Andacht an der Schneiderkapelle

Die „Surberger Zeitensprünge“ sind eingetroffen

Die 2. Auflage der "Surberger Zeitensprünge" ist eingetroffen - die bestellten Bücher können ab sofort abgeolt werden bei:

Manfred Schallinger, Surberg
Hans Schießl, Lauter
Schorsch Wimmer, Oed
Angela Scherrmann, Hufschlag

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Ratschkaffä „Unsere Feuerwehr…“

Am 10. November 2019 fand ein „Ratschkaffä“ im Lauterer Feuerwehrhaus statt, das wir zusammen mit der Feuerwehr Surberg veranstalteten. Das vorgegebene Thema „Unsere Feuerwehr in früherer Zeit“ versprach viel spannenden Gesprächsstoff und so fanden sich auch über 40 interessierte Gäste ein. Darunter waren einige altgediente Feuerwehrler, die in früherer Zeit ihren Dienst zu Bedingungen geleistet hatten, die man sich heute kaum mehr vorstellen kann. Und von manchem der Anwesenden wurde durchaus Surberger Feuerwehrgeschichte geschrieben – erwähnt sei hier nur Altkommandant Franz Schallinger. Das Wetter war geradezu ideal, um den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen im warmen Schulungsraum des Feuerwehrhauses zu verbringen und die Stimmung war gut. Frauen der beiden Vereine hatten bestens dafür gesorgt, dass die schmackhaften Kuchen nicht ausgehen würden.

Unter der gekonnten Moderation von Vorstand Manfred Schallinger, der als „Feuerwehrrentner“ selber einige Anekdoten zum Besten geben konnte, wurden Begebenheiten in Erinnerung gerufen, die neben des geschichtlichen Aspektes auch sehr zur Erheiterung der Besucher beitrugen. Dabei wurde immer wieder die damals dürftige Ausrüstung angesprochen und die eingeschränkten Möglichkeiten der Alarmierung. Kaum jemand hatte doch seinerzeit ein Telefon, alarmiert wurde durch Kirchenglocken und Feuerschein.

Ein markanter Punkt der Surberger Feuerwehrgeschichte ist natürlich die Zusammenlegung der Feuerwehren Surberg und Lauter, nach der Vereinigung der beiden Gemeinden Surberg und Lauter im Jahr 1970. Es gab damals in jeder Gemeinde eine eigene Feuerwehr, jedoch nur einen gemeinsamen Verein. Bis hier die ideale Lösung und die richtigen Leute für die Führung der beiden Institutionen gefunden waren, dauerte es doch etliche Jahre. Im Nachhinein betrachtet wurden hier offenbar die richtigen Schritte gemacht, wie aus den Wortbeiträgen der alten Feuerwehrler zu entnehmen war.

Sehr interessiert verfolgten die anwesenden jungen Feuerwehrler die Geschichten der „Alten“. Dass auch sie auch schon ihre Erfahrungen gemacht haben, die es wert sind, erzählt und aufgezeichnet zu werden, bewiesen die folgenden Beiträge über die spannenden und teils kuriosen Einsätze, die in der jüngeren Vergangenheit zu leisten waren. Die Entfernung von Wespennestern spielte dabei eine nicht unerhebliche Rolle und die Berichte darüber sorgten für viel Heiterkeit. Nach gut zwei Stunden „Ratschn“ und fröhlicher Unterhaltung bedankte sich Vorstand Manfred Schallinger für die interessanten Beiträge und beschloss die gelungene Veranstaltung. Aus den freiwilligen Spenden der Besucher für die Bewirtung konnte der Jugendfeuerwehr ein ansehnlicher Betrag zur Verfügung gestellt werden. GW

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Buchvorstellung „Surberger Zeitensprünge“ im Wirtshaus Lauter

Unsere neueste Publikation stellten wir am letzten Novembersonntag im gut besetzten Saal des Lauterer Wirtshauses vor. Es handelt sich um ein über 200 Seiten starkes Buch mit dem zutreffenden Titel „Surberger Zeitensprünge“, das Vorstandsmitglied Hans Schießl in akribischer Kleinarbeit zusammengestellt hat. Mit vielen Bildern illustriert, hält es für jeden Tag des Jahres ein kleines Ereignis in der Gemeinde parat mit der Devise „Jeden Tag etwas Neues von gestern“.

Begrüßt wurden die zahlreichen Besucher von Vorstand Manfred Schallinger nach einer Musik der „Jungen Holzbläser“ von der Musikkapelle Surberg-Lauter, die sich auch zwischen den einzelnen Beiträgen immer wieder hören ließen. Schallinger lobte Hans Schießl für sein gelungenes Werk und dankte allen, die zum Gelingen des Buches beigetragen hatten. Die Moderation des geselligen Nachmittags lag wieder einmal in den bewährten Händen von Maria Zillner. Sie verstand es großartig, die einzelnen Beiträge zu verbinden und mit viel Humor einige ausgewählte Stellen des Buches zu zitieren.

Hans Schießl erzählte nun von der Entstehung des Buches. Von der Idee, die beim Durchblättern des Surberger Heimatbuches entstand, worin die Geschichte der Gemeinde mit all ihren Institutionen ausführlich beschrieben steht. Ihm fehlten jedoch die vielen kleinen, meist alltäglichen Geschehnisse, die das Leben so schreibt und logischerweise nicht in ein Heimatbuch gehören - und die es doch wert wären, dass sie erzählt werden und nicht in Vergessenheit geraten. Diese sollten nun in seinem Buch ihren Platz finden. Auf der Suche nach geeigneten Beiträgen stieß er auf viele kleine Geschichten und eine große Menge alter Bilder. Fröhliche Feste wurden gefeiert und sportliche Ereignisse bewegten die Leute. Aber auch Unglücksfälle, Morde und Umweltkatastrophen haben die Menschen seit jeher begleitet. Auch skurrile Gegebenheiten waren dabei - er erfuhr von einem entlaufenen Känguru, das sich in den Surberger Wäldern aufhielt und von einem vermeintlichen Meteoriteneinschlag. Dies alles und vieles mehr findet sich jetzt in dem Buch, das einen weiten Bogen von der sogenannten „guten alten Zeit“ bis in die Gegenwart spannt.

Schießl bedankte sich bei all jenen, die ihm bei der Zusammenstellung des Buches geholfen hatten. Sehr viel Material konnte er im Traunsteiner Stadtarchiv entdecken, wo er die alten Traunsteiner und Rosenheimer Zeitungen durchstöbern durfte. Als Fundgruben erwiesen sich auch die Chroniken der Surberger Vereine. Auch von vielen Privatpersonen erhielt er Beiträge und Fotos. Besonders erwähnte er seine Frau Bella, die ihm sehr viel beim Sortieren behilflich war und immer wieder Ordnung auf dem Computer herstellte. Einen besonderen Dank richtete Schießl an Sebastian Strohmaier aus Oberteisendorf, der das Layout erstellte und mit seiner Sachkenntnis das Buch in die fertige Form brachte.

Etliche Passagen aus dem Buch las Hans Schießl dem schon sehr gespannten Publikum vor und als besondere Einlage und passend zum ganzen Programm brachte er sein von ihm geschriebenes Lied vom „Surbergbichlpass“ zu Gehör, begleitet auf der Gitarre von Stefan Starzer. Nach einem Dank vom Vorstand mit Präsenten für die Beteiligten und ein paar Klarinettenstückln startete der Verkauf des Buches. Der Autor durfte viele seiner Bücher signieren und der große Andrang ließ vermuten, dass diese erste Auflage der „Surberg Zeitensprünge“ wohl nicht sehr lange reichen wird. Das Buch ist im Gemeindeamt erhältlich. GW

Das Buch ist ausverkauft, Auskunft wegen Nachdruck bei Manfred Schallinger, Tel. 0861 14526. 

 

Zu den Bildern

Zeitensprünge Buch per 

Format 17,5 x 24,5 cm, fadengebunden, Einband Karton,
219 Seiten, Auflage 150 Stück, Preis € 17,00
erhältlich im Gemeindeamt
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